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  • AutorenbildAnja

1x Deutschland und zurück

Aktualisiert: 22. Jan.

Mitte Januar sind Denny und ich nach Deutschland geflogen um mein Kreuzband reparieren zu lassen. In China war mir das nix, da lasse ich lieber nur Profis ran…

Über Shanghai sind wir nach Frankfurt geflogen. Obwohl wir zu einer Zeit geflogen sind, als Corona schon „aufgehoben“ worden war, war die Abflughalle in Shanghai absolut menschenleer. Es hatte nicht mal der Getränkeautomat geöffnet. Nur die Lounge für die Businessgäste. Denny hat uns da ein paar Brote besorgt. Wir dachten ja, wir könnten beim Umsteigen bei McDonalds oder so was essen…

Fast minutiös geplant sind wir in Frankfurt früh morgens gelandet und hatten gerade mal zwei Stunden Zeit bis zum ersten Termin im Krankenhaus.

Nachdem wir die ersten Termine hinter uns hatten, gönnten wir uns einen Besuch bei einem Bäcker. Ein richtiger Bäcker mit belegten Brötchen und so. Was ein Genuss. Das ist etwas, das wir hier in China schon ziemlich vermissen.

Abends gab es beim Italiener für mich das Letzte zu essen, bevor ich am nächsten Tag meinen OP Termin hatte.

Und zwei Tage später war ich auch schon wieder draußen.

Denny hat uns dann nach Potsdam gefahren, wo wir ein paar Tage Urlaub hatten. Zeit mit unseren Familien verbringen und fleißig zur Physio gehen.

Was ich mir für unseren Aufenthalt gewünscht hatte und was zeitlich dann sogar super gepasst hat: Ich wollte, trotz Krücken, zur Boot in Düsseldorf. Denny konnte Boote gucken und ich habe mir Vorträge angehört. Viel mit Laufen war bei mir ja noch nicht drin.

Arbeits- und Privattermine haben wir versucht so gut es ging einzutakten, sodass wir die 4,5 Wochen eigentlich ständig auf Achse waren. Potsdam, Braunschweig, Ingolstadt. Und zwischendurch auch für mich so viel Physiotherapie wie möglich. Am Ende unserer Zeit in Deutschland konnte ich schon die ersten kleinen Schritte ohne Krücken laufen :)

Unser Deutschlandfazit: Super schön aber total anstrengend. Auf die Frage ob wir nicht vielleicht Weihnachten auch kommen möchten haben wir direkt mit Nein geantwortet. (Nicht, dass wir euch nicht lieb haben, aber irgendwie ist man zwar da, aber dann doch nicht so richtig.)


Wir sind jedenfalls wieder gut in China angekommen und freuen uns sehr, dass hier endlich der Frühling kommt. Unsere Seen hier haben ziemlich lange gebraucht, bis sie aufgetaut waren, da musste es länger als eine Woche mal 15° haben. Hatte ich schon mal erwähnt, dass die Seen hier so dick zufrieren, dass LKWs darauf fahren können?


Im März gab es hier in Changchun wieder die erste große Party. Die Weihnachtsfeier im Jahr davor musste abgesagt werden, da die Covidregelungen noch sehr streng waren. Tanzen darf ich leider noch nicht, aber trotzdem war die „Hello Spring Party“ sehr schön.


Seitdem die Regelungen hier aufgehoben sind, gibt es doch einige Events hier. Man hat schon fast das Gefühl, dass alle nur darauf gewartet haben. Ein Event jagt das nächste, die Flieger sind wieder voll, die Restaurants wieder gut besucht und man muss keine QR-Codes oder sonstige Apps scannen oder vorzeigen. Selbst im Flieger sitzen 90% der Menschen wieder ohne Maske.


Ende März hatte Denny eine Dienstreise nach Foshan. Es war das erste Mal, dass ich ihn begleitet habe. Im Gegensatz zu Deutschland wird hier ein Hotelzimmer pro Zimmer gebucht und nicht pro Person. Es ist also nicht wichtig, bei der Übernachtung, wie viele Personen im Zimmer schlafen. Anmelden muss man sich aber schon im Hotel. Das Personal ist dazu verpflichtet, die Gäste an die örtliche Polizeistelle zu melden. Wie in Deutschland, diese Meldebescheinigung, die oft ausgefüllt werden muss. Nachdem für Denny die Pflicht in Foshan erledigt war, haben wir das Wochenende genutzt um uns ein wenig Guangzhou anzuschauen.

Als ich in Guangzhou aus dem Flughafengebäude kam, hatte ich das Gefühl, ich würde in der Biosphäre stehen. (Die Potsdamer wissen was ich meine.) Der Geruch, selbst direkt am Flughafen war so dschungelig und grün.

Die ganze Stadt nutzt jedes noch so kleine Eckchen aus, um es zu begrünen. Überall Pflanzen und grün. Voll schön. Und natürlich ist Guangzhou sehr viel internationaler als Changchun. Viele sprechen englisch, es gibt viel mehr internationale Menschen und ich bin das erste Mal U-Bahn gefahren. War gar nicht so schwer, wenn man erst verstanden hat, wie es funktioniert. Für umgerechnet 1€ bin ich durch die ganze Stadt gefahren. Also in etwa 1x durch Berlin.

Leider war das Wetter ziemlich regnerisch, sodass man die Spitze von diesem IFC Tower nicht sehen kann. Aber die ganzen Pflanzen müssen ja auch beregnet werden ;)


Jetzt im April haben wir Peking besucht. Wir sind mit dem Zug gefahren. 1200km in 4,5 Stunden. Und die Züge ich China sind übrigens immer pünktlich. Das liegt vielleicht auch daran, dass die Gleise durchgehend auf einer Brücke verlegt sind. Der Zug fährt also oben. So kann kein Baum oder sonstiges auf die Gleise fallen und den Verkehr stören. Mit 300km/h sind wir also nach Peking geschossen. Freitag hin, Sonntag zurück.

Was haben wir gesehen? Wir sind in einen Park hinter der verbotenen Stadt gegangen. Von diesem Park kann man auf die Stadt runter schauen. Allerdings waren wir nicht von dem Anblick geplättet, sondern eher von den Menschenmassen die sich den Berg hochgewälzt haben…

Auf der Mauer waren wir nicht. Das heben wir uns für einen zweiten Besuch auf. Ich bin auch noch nicht so sehr ausdauernd zu Fuß unterwegs.

Peking ist eine Fahrradstadt. Die Rad/Mopedwege sind mit einem kleinen Zaun vom Rest der Straße abgesperrt, sodass man relativ sicher radeln kann. Offenbar scheinen in Peking auch deutlich mehr Verkehrskameras zu funktionieren, die Autofahrer sind bei weitem nicht so aggressiv unterwegs wie in Changchun. Es wird zum Beispiel weniger gehupt. Sonntag waren wir E-Boot fahren, in einem anderen Park. Das ist wie Autoscooter, nur auf dem Wasser. Viele fahren mit der ganzen Familie und lassen dann die Kids steuern. Und die finden natürlich alles andere interessanter, als geradeaus zu gucken…. Aber unser Boot wurde nicht versenkt, wir konnten in einem Stück wieder anlegen.

Was uns am meisten begeistert hat, war das Kunstviertel. Hier gibt es viele Galerien, Cafés und Architektur zu bewundern. Es ist ein altes Fabrikgelände, wo einige Teile super modern sind, andere wurden modernisiert oder sind im alten Zustand belassen worden. Es ist ein toller Mix aus unterschiedlichen Stilen, es gibt kleine Gassen mit Kunst- und Schmuckhändlern aber auch den typischen Tourikrams.

Ich bin ja immer für Holzspielzeug. Hier würde ich aber eine Ausnahme machen:


Was planen wir als nächstes?

Anfang Mai fliegen wir nach Bali. Hier schauen wir uns eine Woche die Insel an und werden dann noch zwei Wochen auf einem Segelboot einchecken.

Das wird bestimmt großartig, wir freuen uns schon.


Liebe Grüße

Anja Und Denny



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